Bertha von Suttner Preis für die Jugend für den Frieden Ulm

anlässlich des Engagements für die Aufstellung des

ulmer deserteur denkmal

 

In der Kategorie "Publikumspreis" erhielt die Ulmer Initiative "Jugend für den Frieden" im Rahmen ihres Engagements für ein Deserteursdenkmal via Online-Abstimmung den Bertha-von-Suttner-Preis.

Die Historikerin Sabine Olbricht vom Journalistenbüro Zeitzeuge hielt die Laudatio für den durch die Redaktion des TV-Magazins "Monitor" eingereichten Wettbewerbsbeitrag: "Dem Engagement der jungen Leute ist es zu verdanken, dass das Ulmer Deserteursdenkmal, welches die Künstlerin und Bildhauerin Hannah Stütz-Mentzel schon 1989 geschaffen hat, Ende vergangenen Jahres nun endlich von einem Privatgarten in Neu-Ulm an einen öffentlichen Platz umziehen und somit der Öffentlichkeit zugänglich gemacht werden konnte. Der neue Platz liegt zwar etwas fernab des gewünschten Zentrums, dafür handelt es sich aber einen um historisch bedeutsamen Ort: Das Denkmal steht nun an einer Bushaltestelle namens "An den Schießständen", wo während des Hitler-Regimes Erschießungen durch Faschisten stattgefunden haben. Vier junge Leute, Domino, Karin, Frederike und Johanna haben sich des Kunstwerks angenommen und für dessen Bekanntmachung gestritten. Fallende Dominosteine, ein Symbol für einen desertierenden Soldaten, der andere mitreißt gegen den Krieg. Der Deserteur ist das potenzielle Gewissen, welches beunruhigt und deshalb lieber verbannt wird. So sind die jungen Leute denn auch auf heftige Widerstände gestoßen. Von Feiglingen und Verrätern war oft die Rede, wenn sie versuchten, auf das Schicksal der Deserteure des Zweiten Weltkrieges aufmerksam zu machen. Die jungen Leute sind davon überzeugt, dass sich Krieg auch durch Desertion verhindern lässt. Sie wissen auch, wieviel Überzeugungsarbeit noch geleistet werden muss, besonders wenn sie mit jungen Bundeswehrsoldaten zusammentreffen und feststellen, wie sehr diese glauben, das Richtige zu tun."


" Allen, die daran mitgewirkt haben, durch Diskussionen, durch Entwicklung von Argumenten, durch Leserbriefe, durch finanzielle, politische und moralische Unterstützung und durch andere Formen der Öffentlichkeitsarbeit - und das waren sehr viele! einen herzlichen Dank für den gemeinsamen Erfolg, der sich jetzt in dem Preis für die Jugend-für-Frieden Ulm manifestiert hat." A. Korn


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